Snackautomat aufstellen. Schritt für Schritt.
Wie du deinen ersten Snackautomaten aufstellst, vom Businessplan bis zum ersten Verkauf. So würden wir es heute machen, mit den Zahlen aus unserem eigenen Betrieb.

Schritt 1: Rechnen und planen
Als Erstes würden wir dir empfehlen, einen kleinen Businessplan zu schreiben und ehrlich durchzurechnen, ob sich das Ganze für dich überhaupt lohnt. Das gilt auch dann, wenn du keinen Kredit brauchst. Schätz ab, wie viele Leute an deinem Wunschstandort vorbeikommen, was sie kaufen könnten und was nach Ware, Miete und Strom am Ende übrig bleibt.
Unterschätz dabei die Anschaffung nicht. Ein wirklich guter Automat kostet mit Zubehör gerne mal 10.000 Euro netto und mehr. Voll ausgestattet für draußen, also mit Kartenleser, Telemetrie, Alterskontrolle, Münzwechsler und Scheinleser, liegst du bei 11.000 bis 15.000 Euro netto. Rechnest du Ware, Fundament, Strom und Kleinkram dazu, bist du schnell bei 14.000 bis 19.000 Euro netto. Die Umsatzsteuer bekommst du später über die Umsatzsteuervoranmeldung zurück, beim Kauf musst du sie aber erst einmal vorstrecken. Wir würden mit mindestens 17.000 Euro netto planen und zusätzlich drei Monate laufende Kosten als Reserve zur Seite legen.
Wenn du den Automaten finanzierst, nimm am besten eine Laufzeit von fünf Jahren, denn so lange wird er auch abgeschrieben. Bei einem Kredit über 20.000 Euro sind das ungefähr 400 Euro im Monat.
Und nimm dir Zeit. Zwischen der Entscheidung und dem ersten Verkauf vergehen meistens mehrere Monate. Bei unserem ersten Automaten waren es rund fünf.
Schritt 2: Gewerbe anmelden
Rechnet sich die Sache, meldest du als Nächstes dein Gewerbe an. Das geht online oder direkt beim Gewerbeamt deiner Gemeinde und kostet je nach Ort 30 bis 75 Euro. In der Regel musst du dafür volljährig sein und in Deutschland wohnen oder eine Aufenthaltserlaubnis haben.
Bei der Tätigkeit lohnt es sich, genau zu sein. Wir haben zum Beispiel eingetragen: „Verkauf verpackter Waren wie Snacks und alkoholfreier Getränke über Selbstbedienungs-Warenautomaten, keine Glücksspielautomaten.“ Gerade der Zusatz mit den Glücksspielautomaten ist wichtig, denn für Geräte mit Gewinnmöglichkeit gelten ganz andere Regeln. So ersparst du dir Rückfragen von den Ämtern.
Kurz danach schickt dir das Finanzamt den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Dort entscheidest du unter anderem, ob du Kleinunternehmer sein willst. Was wir dazu raten, liest du in Schritt 4. Stellst du später Automaten in anderen Gemeinden auf, meldest du das Gewerbe dort ebenfalls an.
Schritt 3: Beim Veterinäramt melden
Gleichzeitig meldest du dich beim Veterinär- oder Lebensmittelamt deines Landkreises. Sobald du Lebensmittel verkaufst, giltst du als Lebensmittelunternehmer und musst dort registriert sein. Die Gewerbeanmeldung allein reicht dafür nicht. Das Formular findest du, wenn du nach „Meldeformular Lebensmittelunternehmer“ und deinem Landkreis suchst. Meistens kannst du es einfach per Mail zurückschicken.
Unser Tipp: Ruf vorher kurz beim Amt an. Was dort beim Lager, beim Sortiment und bei der Kühlung erwartet wird, ist von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich, und manche Ämter sind deutlich strenger als andere. Das Amt darf später auch vorbeikommen und dein Lager kontrollieren. Dann will es oft wissen, woher eine Ware stammt und wann sie abläuft. Wir zeigen dafür einfach den Bericht zur Rückverfolgung aus Stovari, in dem jede Lieferung mit Lieferant und MHD steht.
Am leichtesten ist der Einstieg mit verpackten Snacks und Getränken, die keine Kühlung brauchen. Willst du gekühlte Ware wie Sandwiches oder Milchprodukte verkaufen, muss die Kühlung rund um die Uhr laufen, und du musst die Temperatur regelmäßig prüfen und dokumentieren.
Schritt 4: Konto, Steuern und Versicherungen
Bevor das erste Geld fließt, solltest du Geschäftliches und Privates sauber trennen. Für das Geschäftskonto empfehlen wir eine Bank mit Filiale in deiner Nähe, bei der du Münzen und Scheine günstig einzahlen kannst. Bei reinen Onlinebanken kostet das fast immer extra. Rechne mit 10 bis 20 Euro Kontogebühr im Monat.
Von der Kleinunternehmerregelung würden wir dir bei Snackautomaten abraten. Als Kleinunternehmer bekommst du die Umsatzsteuer aus dem Automatenkauf nicht zurück, und bei einem Automaten für 13.000 Euro netto sind das immerhin knapp 2.500 Euro. Außerdem bist du mit ein oder zwei gut laufenden Automaten schnell über der Grenze von 25.000 Euro Vorjahresumsatz (Stand 2026). Im Fragebogen kreuzt du deshalb in den meisten Fällen die Regelbesteuerung an. Sprich das am besten vorher mit deinem Steuerberater ab.
Für die Buchhaltung reicht am Anfang ein Buchhaltungsprogramm für rund 15 bis 20 Euro netto im Monat, das die Umsatzsteuervoranmeldung direkt ans Finanzamt schickt. In der Telemetrie legst du für jedes Produkt den richtigen Steuersatz fest. Snacks und Süßigkeiten haben meist 7 Prozent, Getränke meist 19 Prozent, und das gilt auch für Wasser in Flaschen. Den Automaten schreibst du über fünf Jahre ab. Zum Jahresende will dein Steuerberater außerdem den Lagerwert wissen. Den rechnet Stovari dir zum Einkaufspreis jeder Lieferung aus.
Dann fehlen noch zwei Versicherungen. Die Betriebshaftpflicht brauchst du einmal für dein ganzes Unternehmen. Sie zahlt, wenn durch deinen Automaten jemand verletzt wird oder etwas kaputtgeht, etwa bei einem Kabelbrand. Die Elektronikversicherung schließt du dagegen für jeden Automaten einzeln ab. Sie greift bei Aufbruch, Vandalismus, Sturm oder Überspannung. Versichere am besten den Neuwert und zeig jeden Aufbruch bei der Polizei an, denn ohne Polizeibericht zahlt die Versicherung meist nicht. Zusammen kosten beide etwa 30 bis 50 Euro im Monat. Welche Versicherungen wir selbst haben, erklären wir im Video.
Video: Diese Versicherungen braucht dein SnackautomatSchritt 5: Den richtigen Standort finden
Jetzt kommt der wichtigste Schritt, denn nichts entscheidet so sehr über deinen Umsatz wie der Standort. Du suchst einen Ort, an dem das ganze Jahr über viele Menschen vorbeikommen. Gut sind zum Beispiel Ortskerne, Bushaltestellen, Schulwege, Wohngebiete oder Betriebe mit Schichtarbeit. Verlass dich aber nicht allein auf eine Schule, denn in den Ferien bleibt die Kundschaft weg.
Achte darauf, dass man den Automaten gut sieht und bequem erreicht, zu Fuß genauso wie mit dem Auto. Ein Parkplatz in der Nähe bringt spürbar mehr Kunden. Außerdem schauen wir bei jedem Standort auf diese Punkte:
- In der Nähe steht kein anderer Automat mit ähnlichem Sortiment. Sonst läuft es auf einen Preiskampf hinaus.
- Es gibt keinen Supermarkt, keinen Kiosk und keine Tankstelle in der Nähe, oder sie schließen früh.
- Auf dem Dorf sollten mindestens etwa 1.000 Menschen wohnen.
- Wenn du selbst nichts findest, hilft oft eine Suchanzeige auf Kleinanzeigen. Biete 100 bis 200 Euro für eine erfolgreiche Vermittlung.
Schritt 6: Genehmigung und Mietvertrag
Hast du einen Platz gefunden, klärst du zuerst, ob dort überhaupt ein Automat stehen darf. Am einfachsten ist es auf gewerblichem Grund, da reicht meistens die Zustimmung des Vermieters. Auf privatem Grund kann eine Baugenehmigung nötig sein, und zum Gehweg sollten wegen möglicher Warteschlangen etwa zwei Meter Abstand bleiben. Öffentlicher Grund braucht eine Sondernutzungserlaubnis der Stadt, und die bekommt man praktisch nie. Welche Art von Grund es ist, siehst du im Bodenrichtwertportal deines Bundeslandes. Im Zweifel fragst du einfach beim Bauamt nach.
Danach geht es zum Eigentümer. Unser Rat: Geh persönlich hin, statt eine Mail zu schreiben oder anzurufen. Geschäfte besuchst du zu den Öffnungszeiten, Privatleute eher nach Feierabend. Nimm ein Foto des Automaten mit und erklär, was der Eigentümer davon hat, nämlich eine feste Miete für eine kleine Fläche und einen Mieter, der sich um Sauberkeit und einen Mülleimer kümmert. Fang am besten mit dem Standort an, an dem dir am wenigsten liegt. So übst du und wirst von Gespräch zu Gespräch sicherer. Lass dich von Absagen nicht entmutigen. Bei uns hat es fast drei Monate gedauert, bis der erste Vertrag unterschrieben war.
Hast du eine Zusage, halte alles in einem schriftlichen Mietvertrag fest, am besten von einem Anwalt geprüft. Er schützt dich auch dann, wenn der Eigentümer wechselt oder pleitegeht. Üblich ist eine feste Miete von 80 bis 150 Euro im Monat. Von einer Umsatzbeteiligung raten wir ab, weil du dann deine Zahlen offenlegen musst. Den Strom misst ein Zwischenzähler. Du zahlst dem Vermieter jeden Monat eine Pauschale und rechnest am Jahresende genau ab. Wenn möglich, vereinbare eine Testphase von ein paar Monaten. Läuft der Standort nicht, darfst du den Automaten dann wieder abbauen.
Schritt 7: Automat und Sortiment wählen
Steht der Standort, geht es an den Automaten. Lass dich von einem seriösen Händler beraten und schau nicht nur auf den Preis. Guter Service ist am Ende mehr wert als ein paar hundert Euro Rabatt. Wir haben das bei unserem ersten Automaten leider selbst erlebt. Er kam Monate zu spät, und Spiralen, Kartenleser und Telemetrie waren falsch.
Soll der Automat draußen stehen, muss er auch dafür gebaut sein, also mit Dach, einer bruchsicheren Scheibe und einem guten Schloss. Günstige Importgeräte halten im Freien oft nicht lange und kommen dich am Ende teurer. Sinnvoll sind ein Kartenleser, ein Münzwechsler, ein Scheinleser und eine Telemetrie, über die du jederzeit siehst, was verkauft wurde. Achte darauf, dass sich die Telemetrie an andere Programme anbinden lässt. Stovari liest zum Beispiel Nayax und Vendon direkt aus.
Ganz wichtig ist, dass du dein Sortiment festlegst, bevor du bestellst. Nur dann kann der Händler die Spiralen passend zu deinen Produkten einbauen. Manche Händler suchen die Spiralen sogar selbst aus, wenn du ihnen von jedem Produkt ein Muster schickst. Starte mit Snacks und Getränken, die überall laufen, und tausch später aus, was sich nicht verkauft. Von Nischenprodukten wie Proteinriegeln würden wir am Anfang die Finger lassen. Sie belegen eine Spirale und verkaufen sich kaum. Beim Sortiment gibt es außerdem ein paar Regeln:
- Mehrfachpackungen aus dem Supermarkt darfst du nicht einzeln verkaufen, weil auf dem einzelnen Riegel die Pflichtangaben fehlen.
- Ausländische Produkte brauchen ein deutsches Etikett, pfandpflichtige Getränke zusätzlich ein Pfandetikett.
- Beschädigte oder geöffnete Packungen haben im Automaten nichts verloren.
- Alkohol darf an Automaten im Freien nicht verkauft werden. Tabak und E-Zigaretten nur mit Alterskontrolle am Automaten (§§ 9 und 10 Jugendschutzgesetz).
- Weil die Regeln je nach Bundesland unterschiedlich ausgelegt werden, solltest du mit dem zuständigen Veterinäramt klären, ob und wie du Alkohol, Tabak oder E-Zigaretten verkaufen darfst.
Schritt 8: Lager einrichten
Während du auf den Automaten wartest, richtest du dein Lager ein. Für den ersten Automaten reicht meistens der eigene Keller. Er sollte trocken, sauber und hell sein, am besten mit weiß gestrichenen Wänden, die sich leicht abwischen lassen. Ideal sind 18 bis 22 Grad, und gegen Feuchtigkeit helfen ein paar Luftentfeuchter.
Die Ware gehört in stabile Regale und nie direkt auf den Boden. Ein Gitter vor dem Fenster hält Ungeziefer draußen. Führ außerdem einen Reinigungsplan und häng eine Liste deiner Lieferanten auf. Kommt das Amt zur Kontrolle, sieht es dann sofort, woher deine Ware stammt.
Ein kleiner Tipp aus unserem Alltag: Sortier das Lager in derselben Reihenfolge wie den Automaten, dann packst du deutlich schneller. Kisten mit Rollen schonen den Rücken. Sobald weitere Automaten dazukommen, brauchst du einen gewerblichen Lagerraum, denn eine private Garage ist als Lebensmittellager rechtlich heikel.
Den Überblick über deinen Bestand musst du nicht mit Zettel und Excel führen. In Stovari ist jede Lieferung eine Charge mit MHD. Du siehst jederzeit, was im Lager liegt und was bald abläuft, und die Liste deiner Lieferanten entsteht ganz nebenbei. Für bis zu zwei Automaten ist das kostenlos, die größeren Tarife kannst du 14 Tage kostenlos testen.
Schritt 9: Fundament und Strom
Etwa drei Wochen vor dem Aufstellen kümmerst du dich um das Fundament. Das brauchst du, wenn der Automat auf Pflaster oder Erde steht. Am günstigsten ist ein Punktfundament mit vier Löchern bis in Frosttiefe, also etwa 80 Zentimeter tief, die du mit Beton ausgießt. Machst du das selbst, kostet es 100 bis 200 Euro netto, eine Firma verlangt dafür schnell mehrere tausend Euro. Nach ein bis zwei Wochen ist der Beton trocken, und der Automat kann darauf verschraubt werden.
Gleichzeitig bestellst du den Elektriker. Er verlegt das Kabel vom Automaten bis zu einem Zwischenzähler beim Vermieter. Gibt es in der Nähe eine Steckdose oder einen Verteilerkasten, kostet das 150 bis 350 Euro netto. Kümmere dich rechtzeitig darum, sonst steht der Automat fertig da und hat keinen Strom. Uns ist genau das beim ersten Automaten passiert, und wir mussten ihn ein paar Tage mit Wohnmobilbatterien betreiben.
Schritt 10: Ware bestellen
Während das Fundament trocknet, ist der richtige Moment für die erste Bestellung, also etwa zwei Wochen vor dem Aufstellen. Wir haben beim ersten Mal viel zu früh bestellt, und als der Automat endlich stand, war ein Teil der Ware schon fast abgelaufen. Für die erste Lieferung solltest du 1.300 bis 1.800 Euro netto einplanen.
Bei den Großhändlern meldest du dich am besten schon vorher an. Dafür brauchst du die Gewerbeanmeldung, und die Freischaltung dauert meist zwei bis drei Tage. Oft kaufst du Snacks, Getränke und Spezialitäten bei verschiedenen Händlern. Getränke bekommst du als Angebot im Supermarkt manchmal sogar günstiger als im Großhandel. Kommt die Lieferung, fotografieren wir den Lieferschein in Stovari ab, und die Ware steht mit Mengen und Preisen im Lager, ohne dass wir etwas abtippen.
Bestell anfangs von jedem Produkt nur kleine Mengen. Und auch wenn etwas sofort gut läuft, bestell beim zweiten Mal nur ein bisschen mehr. Die Nachfrage lässt oft schnell wieder nach. Größere Mengen lohnen sich erst ab der dritten oder vierten Bestellung.
Schritt 11: Aufstellen und beschriften
Dann ist es so weit. Zum Aufstellen brauchst du einen Hubwagen, einen Transporter und mindestens drei Leute, und du solltest einen ganzen Tag einplanen. Steht der Automat, füllst du den Münzwechsler mit 120 bis 180 Euro Wechselgeld, das du bei deiner Bank holst, und lässt Kartenleser und Telemetrie freischalten.
Am Automaten müssen gut lesbar dein Vor- und Nachname und deine Anschrift stehen, bei einer eingetragenen Firma auch der Firmenname. Dazu kommen eine Telefonnummer für Kunden und an jedem Fach der Preis. Das Pfand gibst du gesondert an. Gut sichtbare Preise bringen spürbar mehr Umsatz, weil die Leute vorher wissen wollen, was etwas kostet. Stell außerdem einen Mülleimer daneben. So bleibt der Platz sauber, und dein Vermieter freut sich.
Wenn du den Platz mit einer Kamera überwachen willst, brauchst du das schriftliche Einverständnis des Eigentümers und ein Hinweisschild. Die Kamera darf nur den eigenen Grund zeigen und nicht den Gehweg, und die Aufnahmen speicherst du nur so lange wie nötig.
Schritt 12: Bekannt machen
Läuft der Automat, sollen die Leute auch davon erfahren. Als Erstes würden wir für jeden Automaten ein eigenes Google-Unternehmensprofil anlegen, mit der Adresse des Automaten, Öffnungszeiten rund um die Uhr, einer kurzen Beschreibung deines Sortiments und guten Fotos. Wer abends nach einem Snackautomaten in der Nähe sucht, findet dich dann. Bei uns hat das rund 10 bis 15 Prozent mehr Umsatz gebracht.
Zur Eröffnung lohnen sich außerdem Flyer in der Nachbarschaft, am besten mit einem Angebot für die erste Woche. Das hat bei uns noch einmal 20 bis 30 Prozent ausgemacht.
Zeig auf Instagram oder TikTok regelmäßig, was es Neues im Automaten gibt. Und wenn du gerade nachlegst, sprich ruhig mit den Leuten und frag, was sie sich wünschen. Bleibt mal ein Produkt hängen, hilf schnell weiter. So werden aus Laufkunden Stammkunden, und erfahrungsgemäß gibt es auch weniger Ärger mit Vandalismus.
Schritt 13: Den Alltag im Griff behalten
Ab jetzt beginnt der Alltag. Leg nach, bevor die ersten Fächer leer sind, vor allem vor dem Wochenende. Die älteste Ware kommt zuerst in den Automaten, und das MHD jeder Lieferung behältst du im Blick. Tausch außerdem regelmäßig ein paar Produkte aus, damit es immer etwas Neues zu entdecken gibt.
Bargeld musst du lückenlos erfassen, auch das Wechselgeld, das du in den Automaten gibst. Eine Excel-Tabelle reicht dafür nicht. Nimm ein Kassenbuch oder dein Buchhaltungsprogramm. Die Kartenzahlungen verbuchst du über den Verkaufsbericht aus deiner Telemetrie.
Rechne damit, dass der Umsatz übers Jahr schwankt. Von Mai bis September läuft es am besten, danach wird es ruhiger. Am schwächsten sind meist Dezember, Januar und Februar.
Genau bei diesem Alltag hilft dir Stovari. Die Füllliste kommt direkt aus der Telemetrie, das MHD-Radar warnt dich 30 Tage vorher, und Lieferscheine fotografierst du einfach ab, statt sie abzutippen. Wir haben die App gebaut, weil wir selbst jeden Morgen Mengen von Hand übertragen haben.

Was der Start kostet
Alle Beträge sind netto und gerundet.
- Automat für draußen, voll ausgestattet
- 11.000 bis 15.000 Euro
- Erste Ware
- 1.300 bis 1.800 Euro
- Fundament, selbst gegossen
- 100 bis 200 Euro
- Stromanschluss
- 150 bis 350 Euro
- Transport und Aufstellen
- 150 bis 200 Euro
- Wechselgeld und Freischaltung
- 150 bis 250 Euro
- Lagerregale, Reinigung und Gewerbeanmeldung
- 150 bis 200 Euro
- Zubehör wie Kamera, Mülleimer und Kisten
- 800 bis 1.200 Euro
- Zusammen
- 14.000 bis 19.000 Euro netto
Was jeden Monat dazukommt
Auch hier netto und gerundet.
- Standortmiete
- 80 bis 150 Euro
- Strom
- 50 bis 60 Euro
- Versicherungen
- 30 bis 50 Euro
- Telemetrie und Kartenleser
- 20 bis 25 Euro
- Gewerbemüll
- ab 10 Euro
- Zusammen
- rund 200 bis 300 Euro netto
Mit Geschäftskonto, eigener Telefonnummer und Buchhaltungsprogramm kommst du auf etwa 250 bis 400 Euro im Monat. Ein Kredit über 20.000 Euro auf fünf Jahre kostet zusätzlich rund 400 Euro.
Was dir dabei hilft
Stovari hilft dir, den Überblick über dein Lager zu behalten. Du siehst jederzeit, was da ist, was bald abläuft und was in welchem Automaten fehlt. Für Betriebsprüfung und Lebensmittelkontrolle hast du die passenden Berichte als PDF und CSV mit einem Klick zur Hand. Für bis zu zwei Automaten ist Stovari dauerhaft kostenlos, Pro, Max und Team kannst du 14 Tage kostenlos testen.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Genehmigung für einen Snackautomaten?
Eine besondere Erlaubnis wie für Spielautomaten brauchst du nicht. Du meldest ein Gewerbe an und lässt dich beim Veterinäramt registrieren. Steht der Automat auf gewerblichem Grund, reicht danach meist die Zustimmung des Vermieters. Auf privatem Grund kann eine Baugenehmigung nötig sein, auf öffentlichem Grund eine Sondernutzungserlaubnis der Stadt.
Was kostet es, mit einem Snackautomaten zu starten?
Mit einem guten Automaten für draußen musst du mit 14.000 bis 19.000 Euro netto rechnen. Davon entfallen 11.000 bis 15.000 Euro netto auf den Automaten selbst. Jeden Monat kommen rund 200 bis 300 Euro netto für Miete, Strom, Versicherungen und Technik dazu. Wir empfehlen, mindestens 17.000 Euro netto einzuplanen.
Wie viel verdient man mit einem Snackautomaten?
Das hängt vor allem vom Standort und vom Sortiment ab. Ein Automat, um den sich niemand kümmert, kommt schnell nur auf 1.200 bis 1.500 Euro Umsatz im Monat, und davon gehen Ware und Kosten noch ab. An einem guten Standort und mit etwas Werbung kann sich der Automat dagegen schon im ersten Jahr bezahlt machen.
Kann ich einen Snackautomaten neben dem Job betreiben?
Ja. Unseren ersten Automaten haben wir neben einem Vollzeitjob betrieben und morgens vor der Arbeit nachgelegt. Rechne aber mit mehr Zeit als nur fürs Nachlegen, denn Werbung, Kundenanfragen und Buchhaltung kommen dazu.
Darf ich meinen Automaten mit einer Kamera überwachen?
Auf privatem oder gewerblichem Grund ist das meistens möglich. Du brauchst das schriftliche Einverständnis des Eigentümers und ein Hinweisschild, und die Kamera darf nur den eigenen Grund zeigen. Die Aufnahmen speicherst du nur so lange wie nötig, in der Regel 48 Stunden bis höchstens zwei Wochen. Öffentliche Flächen darfst du praktisch nicht filmen.
Darf ein Automat rund um die Uhr laufen?
Ein einzelner Automat darf in der Regel rund um die Uhr verkaufen, denn für ihn gelten keine Ladenöffnungszeiten. Bei begehbaren Automatenläden sieht das anders aus. Dort regeln die Bundesländer den Verkauf unterschiedlich, vor allem an Sonn- und Feiertagen.
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Bekomme jetzt dein Lager in den Griff.
Du siehst, was da ist, was fehlt und was bald abläuft. Ohne Excel, ohne Zettel.


